Rotatorenmanschettendefekt

MEDIZINISCHE ERKLÄRUNG

DEFINITION

Unter einem Rotatorenmanschettendefekt versteht man die partielle oder komplette Kontinuitätsunterbrechung der Rotatorenmanschette der Schulter. Diese besteht aus den Sehnen der Mm. supraspinatus, infraspinatus, subscapularis und teres minor und der langen Bizepssehne. Am häufigsten betroffen ist die Sehne des M. supraspinatus

EPIDEMIOLOGIE

Die Häufigkeit der Rotatorenmanschettendefekte steigt mit zunehmendem Lebensalter an, wobei Männer doppelt so häufig davon betroffen sind wie Frauen.

ÄTIOLOGIE

Grundsätzlich unterscheidet man degenerative und traumatische Defekte. Während traumatische Risse selten vorkommen (5 - 8% aller Defekte), machen die verschleißbedingten Ursachen - entweder intrinsisch (im Sehneninneren) oder extrinsisch (Impingementprobleme subacromial) – die überwiegende Ursachen der Defekte aus.

EINTEILUNG

Rotatorenmanschettendefekte werden unterschieden in teilweise und komplette Rupturen und nach der Defektgröße. International haben sich die Einteilung der Partialrupturen nach Ellman und die Einteilung der kompletten Defekte nach Bateman bewährt.

Einteilung der Partialdefekte nach Ellman
Grad I Durchmesser < 1/4 oder < 3 mm
Grad II Durchmesser < 1/2 oder 3 - 6 mm
Grad III Durchmesser > 6 mm
Einteilung des kompletten Defektes nach Bateman
Grad I < 1 cm
Grad II 1 - 3 cm
Grad III 3 - 5 cm
Grad IV > 5 cm