
Die orthopädische Belegabteilung im Landkreis Rottal-Inn existiert seit 1975. Als damals erste Belegabteilung für Orthopädie in Niederbayern wurde sie von Landrat Ludwig Mayer ins Leben gerufen, um die orthopädische Versorgung im Landkreis sicherzustellen. Bereits kurz nach ihrer Eröffnung hatte die Abteilung einen Ruf weit über die Landkreisgrenzen hinaus erworben und erhielt Zulauf bis aus dem Bayerischen Wald. Im Rahmen der Neustrukturierung der Krankenhäuser im Landkreis Rottal-Inn wurde im Januar 2011 die Orthopädische Fachklinik am Krankenhaus Pfarrkirchen eröffnet und die orthopädische Belegabteilung aus Eggenfelden nach Pfarrkirchen umgesiedelt. Durch die Konzentration aller orthopädischen Behandlungen an einem Standort sind hier optimale Rahmenbedingungen für die stationäre Behandlung von orthopädischen Krankheitsbildern geschaffen worden. Den Flyer der orthopädischen Fachklinik finden Sie hier.
Spektrum
Bis heute ist der Schwerpunkt der Abteilung die endoprothetische Versorgung von arthrotisch geschädigten Hüft- und Kniegelenken. Derzeit werden in den 26 Betten der Abteilung über 650 Patienten pro Jahr stationär behandelt, davon über 300 Prothesenversorgungen an Hüfte und Kniegelenk einschließlich Wechseloperationen. Weitere Schwerpunkte sind die operative Korrektur von Vorfußfehlstellungen, Eingriffe an der Schulter (inkl. Prothesenversorgungen), arthroskopische Eingriffe an Knie, Schulter und Sprunggelenk sowie die Behandlung von Osteoporosepatienten mit frischen Frakturen (inkl. Ballonkyphoplastie) und Bandscheibenvorfällen.Einen Überblick über die von uns durchgeführten operativen Eingriffe finden Sie hier.
Kooperationen mit anderen Abteilungen
Die orthopädische Belegabteilung ist als eigenständige Abteilung innerhalb der Kreiskrankenhäuser Rottal-Inn eingebunden in das Konsiliarsystem der Häuser. Dadurch ist sichergestellt, dass bei allen interdisziplinären Problemen die jeweiligen Spezialisten anderer Fachabteilungen zugezogen werden können.
Insbesondere mit der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin besteht eine enge Zusammenarbeit. Fremdblutsparende Methoden wie zum Beispiel eine Eigenblutspende oder das intraoperative Sammeln von Blut und Wiederaufbereiten zur Retransfusion (Cell-saver-Verfahren) werden angewandt. Dadurch kann bei den meisten Prothesenoperationen eine Fremdblutgabe vermieden werden. Um postoperative Schmerzen weitestgehend zu vermeiden existiert ein strukturiertes Schmerztherapiekonzept. Für die Nachbetreuung nach größeren Operationen stehen die Betten der Intensivstation zur Verfügung.
In der Nachbehandlung nach operativen Eingriffen und bei der nicht-operativen Behandlung von Patienten arbeiten wir eng mit der Physiotherapieabteilung zusammen. Regelmäßige gemeinsame Visiten dienen dabei dem interdisziplinären Austausch mit dem Ziel, die Behandlung zu optimieren.
Der Sozialdienst der Krankenhäuser steht unseren Patienten für alle Fragen der Weiterbetreuung nach dem Krankenhausaufenthalt zur Verfügung. Sobald absehbar ist, dass eine ambulante oder stationäre Anschlußheilbehandlung notwendig ist, wird er von uns eingeschaltet. Er steht aber auch für Fragen zur Pflegestufe oder Weiterbetreuung durch ambulante Pflegedienst zur Verfügung.
Die Homepage der Kreiskrankenhäuser Rottal-Inn-Kliniken finden Sie unter www.rottalinnkliniken.de.
