• Erklärung

    Unter dem Begriff Hammerzehen werden meist verschiedene Kleinzehendeformitäten zusammengefasst (Krallenzehen, Klauenzehen), wobei die Unterscheidung, die nach Art und Lokalisation der Kontrakturen getroffen wird, für die Therapie keine wesentliche Rolle spielt. Ursächlich liegt ein krankhaftes Sehnenzugmuster vor, wobei Hammerzehen als erworbene Deformitäten vor allem bei Senk-Spreiz-Füßen, rheumatischen Erkrankungen oder bei Lähmungen auftreten können

  • Diagnostik

    Bereits die klinische Untersuchung des Fußes führt zur richtigen Diagnose. Zusätzliche Röntgenaufnahmen des Vorfußes sind notwendig.

  • Therapie

    Bei der operativen Korrektur der Hammerzehen darf man nach wie vor die Operation nach Hohmann als Standard bezeichnen. Hierbei wird das Grundgliedköpfchen der deformierten Zehe entfernt. Dies genügt meist, um eine ausreichende Stellungskorrektur zu erzielen. Die Fixierung der korrigierten Stellung erfolgt durch einen Draht, der zwei bis drei Wochen nach der Operation wieder entfernt wird. Bei stärker ausgeprägten Deformationen kann zusätzlich noch eine operative Korrektur im Bereich der Sehnen notwendig sein.

Hammerzehen