• Erklärung

    Das Kniegelenk ist als kompliziertes Gelenk,  das die beiden längsten Knochen des menschlichen Körpers (Oberschenkel und  Unterschenkel) miteinander verbindet, extrem  stark belastet.

    Daher ist die Arthrose des Kniegelenkes eine  sehr häufige Erkrankung des Menschen und bei  über 60-jährigen in fast 75% der Bevölkerung  nachzuweisen.

    Die Arthrose selbst ist ein degenerativer  Prozess, der im Laufe des Lebens fortschreitet und zu einer  Abnutzung des Gelenkknorpels führt.

    Dies kann beschleunigt werden durch Sportverletzungen, durch  chronische Überlastung, z.B. durch arbeitsbedingte Fehlhaltungen  (knieende Tätigkeit des Fliesenlegers) oder durch ungünstige  anatomische Varianten, die in der Regel angeboren sind.

    Hierzu zählt vor allen Dingen das ausgeprägte X- oder O-Bein.

  • Diagnostik

    Die Arthrose des Kniegelenkes ist eine häufige  degenerative Erkrankung am menschlichen  Körper.

    In der Regel sind Anlaufschmerzen, also  Schmerzen beim Gehen nach einer längeren  Ruhephase und Schmerzen bei (längerer)  Belastung kennzeichnend.

    Typischerweise gehen die Beschwerden im  Kniegelenk bei mäßiger Belastung, wenn das  Kniegelenk erwärmt und gut durchblutet ist,  zurück.

    Daneben bestehen eine gelegentliche  Schwellneigung bei stärkerer Belastung sowie eine  Bewegungseinschränkung sowohl in der Beugung als auch in der  Streckung.

    Auch eine zunehmende Fehlstellung in X- oder O-Bein-Abweichung  kann im Verlauf der Erkrankung auftreten.

    Die klinische Diagnose wird unterstützt durch ein Röntgenbild, das  in der Regel in 3 Ebenen im Stehen gemacht wird.

    Dass diese Aufnahme im Stehen erfolgt, ist besonders wichtig, da  dabei das Gelenk zusammengepresst wird und der genaue Grad  der Arthrose bzw. das genaue Ausmaß des fehlenden  Gelenkknorpels unter Einwirkung des Körpergewichtes dargestellt  werden kann.

    Als weitere Methode der Diagnostik kommt eine  Kernspintomografie in Frage, die eine genaue Einschätzung des  Knorpelschadens erlaubt.

    Die moderne Kernspintomografie zeigt, wo der Knorpelschaden  liegt, wie groß die Defektstrecken sind und ob der Knochen unter  dem Knorpel ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden ist.

    Chronische Überlastungen können auch Knochenoedeme in  Gelenknähe, also Flüssigkeitsansammlungen im Knochen  verursachen. Auch solche Oedeme werden im Kernspintomografen sichtbar.

    Die klinische Untersuchung, zusammen mit dem Röntgenbild und  einem evtl. Kernspin, ermöglichen eine genaue Planung der  Therapie und eine Abschätzung inwieweit man konservativ oder operativ eine Verbesserung für den Patienten erzielen kann.

  • konservative Therapie

    Abhängig von der Ursache und dem Ausmaß der Kniegelenksarthrose wird das Behand- lungsregime festgelegt. Im Vordergrund der konservativen Therapie steht die Schmerz- linderung und Verbesserung der Gelenkbe- weglichkeit. Dies soll eine Erweiterung der schmerzfreien Gehstrecke erreichen und eine Verzögerung des Fortschreitens der Arthrose.

    Die nachfolgenden konservativen Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten müssen von Fall zu Fall individuell festgelegt werden und sollen operative Maßnahmen, wenn möglich, auf einen späteren Zeitpunkt verzögern.

    Beratung

    Hierzu gehören eine individuelle Untersuchung und Abschätzung der vorhandenen Arthrose und daraus resultierend eine Beratung über Veränderung der Lebensweise, z.B. Vermeidung ungünstiger Sportarten, Übergewicht oder Belastungen des betroffenen Gelenkes.

    Darüber hinaus erfolgt eine Aufklärung über den Verlauf der Arthroseerkrankung und über die konservativen und gegebenenfalls operativen Behandlungsmöglichkeiten.

    Empfohlene Sportarten bei bereits existierender Gonarthrose

    Empfohlen werden alle Sportarten, die der Muskelkräftigung dienen und die nicht zu Spitzenbelastungen führen (low impact Sportarten), das wären z.B. Schwimmen, Radfahren, Skilanglaufen, Tauchen, Golf, Bergwandern mit Stöcken unter Vermeidung steiler Abstiege, Rollerbladen im Sommer, Schlittschuhlaufen im Winter.

    Medikamentöse Therapie

    Ziel der medikamentösen Therapie ist die Schmerzreduktion und Entzündungshemmung. Man unterscheidet eine systemische (Tabletten, Tropfen) von einer lokalen (Spritzen, Salben) Behandlung.

    • Nicht steroidale Antiphlogistika (NSAR)
    • Kortison (als lokale Injektion in das Gelenk) vermischt mit einem lokalen Betäubungsmittel
    • Ggf. zusätzlich reine Schmerzmedikamente, wie z.B. Tramal, Tilidin, Novalgin
    • Chondroprotektiva, Präparate mit Glucosamin- und Chondroitinsulfat, können - unterstützend zu anderen Maßnahmen - eingesetzt werden. (Solche Präparate sollten mindestens 3 Monate eingenommen werden und sind in ihrer Wirkung unsicher und umstritten)
    • Hyaluronsäurebehandlung Die drei- bis fünfmalige Injektion von Hyaluronsäure in das Kniegelenk spielt eine große Rolle bei der konservativen Therapie der Kniegelenksarthrose. Die Hyaluronsäure ist die einzige nachgewiesene Substanz, die zu einer deutlichen Schmerzreduktion und zu einer Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit führt und die zusätzlich eine positive Wirkung auf den geschädigten Knorpel mit Verbesserung der Gleit- und Pufferfähigkeit hat. Sie ist allerdings kein von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassenes Präparat und muss damit in der Regel selbst bezahlt werden. Weitere Informationen zu diesem Therapieangebot finden Sie hier.

    Physikalische Therapie

    • Physiotherapie und Muskelaufbautraining: Dies ist die wichtigste Säule der physikalischen Therapie, denn nur eine gute Muskulatur kann die Belastung des Knorpels reduzieren und schützt damit das Gelenk vor Belastungsspitzen.
    • Elektrotherapie (z.B. Iontophorese, Reizstrom)
    • Magnetfeldtherapie
    • Kälte- / Wärmetherapie
    • Bewegungsbäder / Aquajogging

    Orthopädietechnik

    • Bandagen
    • Einlagenversorgung, Schuhzurichtungen
    • Gehhilfen
  • operative  Therapie

    Abhängig von der Ursache und dem Ausmaß der Kniegelenksarthrose wird das Behand- lungsregime festgelegt. Im Vordergrund der konservativen Therapie steht die Schmerz- linderung und Verbesserung der Gelenkbe- weglichkeit. Dies soll eine Erweiterung der schmerzfreien Gehstrecke erreichen und eine Verzögerung des Fortschreitens der Arthrose.

    Die nachfolgenden konservativen Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten müssen von Fall zu Fall individuell festgelegt werden und sollen operative Maßnahmen, wenn möglich, auf einen späteren Zeitpunkt verzögern.

    Beratung

    Hierzu gehören eine individuelle Untersuchung und Abschätzung der vorhandenen Arthrose und daraus resultierend eine Beratung über Veränderung der Lebensweise, z.B. Vermeidung ungünstiger Sportarten, Übergewicht oder Belastungen des betroffenen Gelenkes.

    Darüber hinaus erfolgt eine Aufklärung über den Verlauf der Arthroseerkrankung und über die konservativen und gegebenenfalls operativen Behandlungsmöglichkeiten.

    Empfohlene Sportarten bei bereits existierender Gonarthrose

    Empfohlen werden alle Sportarten, die der Muskelkräftigung dienen und die nicht zu Spitzenbelastungen führen (low impact Sportarten), das wären z.B. Schwimmen, Radfahren, Skilanglaufen, Tauchen, Golf, Bergwandern mit Stöcken unter Vermeidung steiler Abstiege, Rollerbladen im Sommer, Schlittschuhlaufen im Winter.

    Medikamentöse Therapie

    Ziel der medikamentösen Therapie ist die Schmerzreduktion und Entzündungshemmung. Man unterscheidet eine systemische (Tabletten, Tropfen) von einer lokalen (Spritzen, Salben) Behandlung.

    • Nicht steroidale Antiphlogistika (NSAR)
    • Kortison (als lokale Injektion in das Gelenk) vermischt mit einem lokalen Betäubungsmittel
    • Ggf. zusätzlich reine Schmerzmedikamente, wie z.B. Tramal, Tilidin, Novalgin
    • Chondroprotektiva, Präparate mit Glucosamin- und Chondroitinsulfat, können - unterstützend zu anderen Maßnahmen - eingesetzt werden. (Solche Präparate sollten mindestens 3 Monate eingenommen werden und sind in ihrer Wirkung unsicher und umstritten)
    • Hyaluronsäurebehandlung Die drei- bis fünfmalige Injektion von Hyaluronsäure in das Kniegelenk spielt eine große Rolle bei der konservativen Therapie der Kniegelenksarthrose. Die Hyaluronsäure ist die einzige nachgewiesene Substanz, die zu einer deutlichen Schmerzreduktion und zu einer Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit führt und die zusätzlich eine positive Wirkung auf den geschädigten Knorpel mit Verbesserung der Gleit- und Pufferfähigkeit hat. Sie ist allerdings kein von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassenes Präparat und muss damit in der Regel selbst bezahlt werden. Weitere Informationen zu diesem Therapieangebot finden Sie hier.

    Physikalische Therapie

    • Physiotherapie und Muskelaufbautraining: Dies ist die wichtigste Säule der physikalischen Therapie, denn nur eine gute Muskulatur kann die Belastung des Knorpels reduzieren und schützt damit das Gelenk vor Belastungsspitzen.
    • Elektrotherapie (z.B. Iontophorese, Reizstrom)
    • Magnetfeldtherapie
    • Kälte- / Wärmetherapie
    • Bewegungsbäder / Aquajogging

    Orthopädietechnik

    • Bandagen
    • Einlagenversorgung, Schuhzurichtungen
    • Gehhilfen

Kniegelenksarthrose