Therapie

Neben der medikamentösen Therapie der Osteoporose ist die Bewegung ein unentbehrlicher Bestandteil der Behandlung. Gewichtsbelastende Tätigkeiten und Übungen beugen weiterem Knochenabbau vor. Diese "knochentrainierenden" Aktivitäten wie schnelles Gehen, Stiegen steigen, Joggen können in den Alltag eingebaut werden.Ziel dieser Tätigkeiten ist es, die Knochenstabilität zu verbessern, durch verbesserte Muskelkraft und Koordination Stürze und Frakturen zu vermeiden, eine größtmögliche Selbstständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens zu erhalten und die soziale Eingliederung aufrechtzuerhalten bzw. wiederzuerlangen.Zur Verbesserung der individuellen Sicherheit wird das Umfeld überprüft. Bei Bedarf werden Hilfsmittel (z.B. Hüftprotektoren und Stöcke) eingesetzt. Medikamente, die Schwindel oder Müdigkeit verursachen, sind bei der Verordnung zu berücksichtigen und am besten abzusetzen. In einer Langzeitstudie über 10 Jahre konnte gezeigt werden, dass sich körperliche Aktivität auf den Gesundheitsstatus positiv auswirkt. Deshalb ist körperliche Aktivität zu fördern. Um schwerwiegende Folgen der Osteoporose zu vermeiden ist bei entsprechenden Knochendichtewerten die Einleitung einer speziellen medikamentösen Therapie notwendig. Der wissenschaftliche Dachverband Osteologie (DVO) hat dazu Leitlinien erarbeitet, aus denen die dem Krankheitsstadium angepasste Therapie hervorgeht.Wir leiten entsprechend diesen Leitlinien die Therapie ein, kontrollieren den Erfolg und behandeln im Fall des Falles die Komplikationen der Osteoporose wie Schmerzen und Knochenbrüche.

Therapie des osteoporotischen Knochenbruchs

Die Behandlung von Knochenbrüchen, die durch eine Osteoporose verursacht wurden, unterscheidet sich in einigen Punkten von der Behandlung unfallbedingter Brüche. Durch vorübergehende Entlastung und eine bedarfsangepasste medikamentöse Schmerztherapie können viele dieser Brüche zur Ausheilung gebracht werden. Vor allem beim Bruch eines Wirbelkörpers können Stützbandagen oder orthopädische Mieder eine zusätzliche Schmerzlinderung bringen. Andere Brüche wie der gefürchtete Oberschenkelhalsbruch müssen operativ versorgt werden, häufig ist in diesen Fällen das Einsetzen eines künstlichen Gelenkes oder eines Nagels erforderlich.Ist ein Wirbelkörperbruch bei Osteoporose eingetreten und hat eine  konservative Therapie über mindestens drei Wochen zu keiner aus-reichenden Besserung der Schmerzen geführt, kann eine Kyphoplastie (minimal invasive Wirbelkörperaufrichtung und Stabilisierung mit Knochenzement) sinnvoll sein.Die Behandlung schmerzhafter osteoporotischer Knochenbrüche (inkl. Kypho-/Vertebroplastie) führen wir stationär im Kreiskrankenhaus Pfarrkirchen durch. Da mit der Behandlung des akut schmerzhaften Bruches die Therapie der Osteoporose nicht abgeschlossen ist, betreuen wir Betroffene am Facharztzentrum ambulant weiter. Einen Überblick über die operativen Eingriffe, die durch unsere Fachärzte in den letzten Jahren durchgeführt werden, finden Sie hier (als PDF)