Schulter

Das Schultergelenk ist eines der beweglichsten und deshalb auch komplexesten Gelenke des menschlichen Körpers.Um die Beweglichkeit in allen Ebenen des Raumes zu gewährleisten, wird es vor allem durch die Sehnen und Muskeln der Rotatorenmanschette geführt und stabilisiert. Weitere Stabilisatoren sind die Gelenkkapsel und ihre bandförmigen Verstärkungen sowie die knorpelige Gelenklippe (Labrum). Die knöcherne Stabilisierung durch den Oberarmkopf und die Pfanne ist sehr gering.Das Schultergelenk wird bei nahezu allen täglichen Verrichtungen benötigt. Daher wirken sich Veränderungen des Schultergelenkes massiv einschränkend auf unser Leben aus.Durch die exponierte Lage und die entsprechende Beanspruchung kann es zu vielen verschiedenen pathologischen Veränderungen kommen: Dazu zählen z.B. Traumata (Luxation, Eckgelenksprengung,  Fraktur), Abnützung / Degeneration

(Impingement, Rotatorenmanschettenruptur, Arthrose, Tendinosis calcarea) und stoffwechselbedingte Schäden (z.B. Schultersteife bei Diabetes mellitus).Eine hoch differenzierte Diagnostik ist auf Grund des komplexen Zusammenspiels von Muskeln, Bändern und Nerven des Schultergelenkes dringend erforderlich, um eine kausale Therapie festzulegen und so eine normale Gebrauchsfähigkeit der Schulter zu erreichen. Wenn nach Ausschöpfung der konservativen Therapiemöglichkeiten wie physikalischer und medikamentöser Therapie, Krankengymna-stik, Infiltrations- oder Stoßwellenbehandlung (z.B. bei Kalkschulter) dieses Ziel nicht erreicht werden kann, ist oftmals ein operatives Vorgehen erforderlich. Hierbei werden minimalinvasive Verfahren wie Arthroskopien (z.B. bei Impingement, Kalkschulter) durch offene Operationen (z.B. bei Rotatorenmanschettenrupturen) ergänzt.