• Erklärung

    Bei einem Spreizfuß zeigt sich ein fächerförmiges Auseinanderweichen der Mittelfußknochen, wobei zusätzlich das normalerweise leicht nach oben gespannte Quergewölbe zwischen den Mittelfußknochen durchgetreten ist. Häufig zeigt sich dies durch eine vermehrte Beschwielung im Fußsohlenbereich direkt unter den Mittelfußköpfchen der 2. und 3. Zehe. In diesem Bereich können auch sehr ausgeprägte Belastungsschmerzen (Metatarsalgie) auftreten.

    Als Ursache eines Spreizfußes wird neben einer erblichen Veranlagung (Bindegewebsschwäche) auch das Tragen von engem Schuhwerk mit hohen Absätzen angenommen.

    Bei stärkeren Deformitäten treten im Regelfall zusätzliche Fehlstellungen der Zehen auf (Hallux valgus, Hammer- oder Krallenzehen), die zu erheblichen Problemen führen können.

  • Diagnostik

    Die Diagnose eines Spreizfußes lässt sich anhand der geklagten Beschwerden und der körperlichen Untersuchung stellen. Üblicherweise werden zusätzlich Röntgenaufnahmen des Fußes unter Belastung angefertigt, um die Stellung der Knochen zueinander oder Veränderungen am Knochen selbst zu erkennen.

  • Therapie

    Die typischen Schmerzen unter den Mittelfußköpfchen (Metatarsalgie), werden in Regelfall durch orthopädische Einlagen nach Fußabdruck behoben. Hierbei muß das Quergewölbe durch eine Pelotte wieder angehoben werden (retrocapitale Abstützung). Die Einlagen können je nach Notwendigkeit als reine Korrektureinlagen oder als Weichbettungseinlagen angefertigt werden. Auch unterschiedliche Materialien kommen hier zur Anwendung (z.B. Edelstahl, Kunststoffe, Schaumstoffe, Holz, Kork, Leder).

    In seltenen Fällen kann auch mit einem operativen Eingriff an den betroffenen Mittelfußköpfchen die Fehlstellung korrigiert werden. Dabei werden die Mittelfußknochen hinter dem Köpfchen schräg durchtrennt und die Köpfchen angehoben (Weil-Osteotomie)

Spreizfuss